PM der linksjugend Sachsen zur Debatte um Absenkung des Wahlrechtsalters auf 16 Jahre


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PM der linksjugend Sachsen zur Debatte um Absenkung des Wahlrechtsalters auf 16 Jahre

veröffentlicht am 06. März 2019 (zuletzt geändert am 30. März 2019)

Die linksjugend Sachsen begrüßt die beginnende Debatte um eine Absenkung des Wahlrechtsalters auf 16 Jahre, auch bei Wahlen auf Bundesebene.

Dazu erklärt Christopher Colditz, jugendpolitischer Sprecher von DIE LINKE. Sachsen: "Die Forderung nach einer Absenkung des Wahlalters ist keineswegs neu. Wir fordern dies bereits seit vielen Jahren, um uns Jugendlichen damit echte demokratische Mitbestimmung zu ermöglichen. Sachsen ist dabei eines von nur noch fünf Bundesländern, in denen man bei Kommunalwahlen erst ab 18 wählen darf. In Bremen, Brandenburg und Hamburg können Jugendliche sogar die jeweiligen Landesparlamente bereits ab 16 wählen. Sachsen ist hier mal wieder Schlusslicht. Dabei berühren viele politische Entscheidungen das Leben und die Zukunft junger Menschen ganz unmittelbar. Deswegen ist es dringend geboten, ihnen ein Mitspracherecht zu erteilen - z. B. indem sie an Wahlen teilnehmen dürfen."

Jennifer Trültzsch, Jugendkandidatin der linksjugend Sachsen zur Landtagswahl, ergänzt: "Die Forderung nach Wählen ab 16 geht uns jedoch nicht weit genug. Wir sind der Meinung, dass jede Altersgrenze, ob sie bei 16, 18 oder 20 liegt, willkürlich ist. Oftmals heißt es, dass Jugendliche und Kinder viel zu jung und zu unreif seien, um so wichtige Entscheidungen treffen zu können. Aber die entscheidende Frage ist, wie man die Bewertung „zu jung, zu unreif" ansetzt. Ab wann ist man zu jung für etwas? Ist das nicht von Mensch zu Mensch unterschiedlich? Wir finden, Alter hat nichts mit Reife zu tun. Man kann nicht messen, ob und wann ein Mensch reif genug ist, um wählen zu können. Bei älteren und vermeintlich reiferen Menschen misst dies auch niemand nach und das ist auch gut so. Weil Altersgrenzen so willkürlich sind, lautet unsere Forderung "Wahlalter Null", also dass allen Menschen von Geburt an das aktive und passive Wahlrecht zugesprochen wird."

Die linksjugend Sachsen hat das Thema "Demokratie und Mitbestimmung", das unter anderem die Forderung nach Wahlalter Null enthält, zu einem ihrer sechs Kampagnenschwerpunkte zur Landtagswahl gewählt.

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